International

Auch in der BRD gingen viele tausende Arbeiter und fortschrittliche Kräfte am Kampftag der Arbeiterklasse auf die Straße. Deutschlandweit organisierten die Gewerkschaften mit ihrem Dachverband DGB Demonstrationen. Die Kommunistische Initiative in Deutschland nahm vielerorts an den Demonstrationen teil und unterstützte die progressiven Kräfte in den Gewerkschaften im Vorfeld.  

Da die Gewerkschaften in der BRD Sozialdemokratisch dominiert sind, blieben die Forderungen systemkonform und illusorisch. Dass die Demonstrationen derzeit für das Kapital so harmlos sind liegt aber auch an dem Fehlen einer klaren und einheitlichen Kommunistischen Partei in der BRD.

*update 18:37 Uhr: Wie wir so eben mitgeteilt bekommen haben, hatte die Hamburger Polizei heute Mittag das dortige Gewerkschaftshaus umstellt und Demonstranten den Zutritt verweigert.

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Vom Syntagma-Platz in Athen demonstrierten heute mehrere Tausend Arbeiter in Griechenland mit der Gewerkschaft PAME und der KKE gegen das kapitalistische System. In ganz Griechenland demonstrierten die Arbeiter nicht nur sondern streikten auch in den Betrieben, die ihnen vorher befohlen hatten am Kampftag der Arbeiterklasse trotzdem zur Arbeit zu kommen.

Des Weiteren wurde am Morgen des 1. Mai den 200 heldenhaften Kommunisten gedacht, die 1944 von der deutschen, faschistischen Besatzungsmacht brutal hingerichtet wurden.

In Griechenland hat eine starke und selbstbewusste Arbeiterbewegung wieder einmal ein deutliches Zeichen an die griechische Bourgeoisie geschickt.

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Im Vorfeld des 1. Mai wurden Demonstrationen den Arbeitern in der Türkei auf dem Taksim-Platz in Istanbul verboten. Gewerkschaften, Linke und Kommunisten ließen sich aber von dem Verbot und den Drohungen nicht einschüchtern und demonstrierten trotzdem an ihrem Kampftag der Arbeiterklasse.

40.000 Polizisten wurden zusammengezogen, die gewaltsam das ganze Areal abriegelten. Örtliche Kapitalisten befahlen die Einstellung von Bus-, Fähr- und Straßenverkehr und ließen Zufahrtswege sperren um die Demonstranten vom Platz fern zu halten. Trotzdem fanden die Demonstrationen statt. Derzeit prügelt die türkische Polizei auf die Demonstranten ein. Weitere Informationen gibt es in den nächsten Stunden/Tagen.

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Protestbewegung von 2013 geht ab Ende April weiter. Größere Mobilisierung erwartet

Bogotá. Vertreter der kolumbianischen Bauernbewegung haben für den 28. April einen neuen landesweiten Streik angekündigt. Olga Quintero, Sprecherin des Verhandlungstisches der Kleinbauernkommission MIA, nannte als Grund dafür, dass die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos die Vereinbarungen nicht eingehalten habe, zu denen sie sich nach dem letzten Agrarstreik vom Sommer 2013 verpflichtet hatte. Anstatt die getroffenen Abkommen umzusetzen, habe sich die Regierung daran gemacht, die Anführer der Bewegung zu bestechen, die Bauernorganisationen zu spalten und ihre Mobilisierungen zu diskreditieren, klagte César Pachón, Sprecher der Organisation "Dignidad Papera" (Würde der Kartoffelbauern).

Die Bauernorganisationen planen einen stufenweisen Protest. Am 28. April wird die Organisation "Dignidad Agraria" (Würde im Agrarsektor) in den Streik treten, zu der die Lebensmittelproduzenten vor allem im Zentrum des Landes gehören. Ab 1. Mai haben Bündnisse der Indigenen, Afrokolumbianer und Kleinbauern ihre Unterstützung angekündigt. Dieser Teil der Bewegung tagte im März bei einem Bauerngipfel über die Forderungen und Strategien. Dabei waren eine Agrarreform, die Zurückstellung der Bergbaupolitik, die Justiz und die Behandlung der Opfer des Konflikts, die Änderung der Drogenpolitik und die Förderung einer Kleinbauernökonomie zentrale Themen.

Wie Dignidad Agraria berichtet, ist eine der versäumten Vereinbarungen der Regierung die Zahlung von Subventionen an die Kaffeeproduzenten. Circa 100.000 Kaffeebauern hätten nicht einmal eine Zuteilung bekommen. Außerdem schulde die Regierung auch denjenigen, denen die Unterstützung offiziell zugesichert wurde, über 130.000 Milliarden Pesos (52 Mio. Euro) für das Jahr 2013. In diesem Jahr hätte die Regierung noch keine der vereinbarten Zuschüsse bezahlt, schreibt die Bauernorganisation. Zudem hatte sich die Regierung dazu verpflichtet, alle Schulden der Kleinbauern zu erlassen, die maximal 20 Millionen Pesos (8.000 Euro) betragen. Effektiv hätten Santos und sein Kabinett bisher jedoch nichts dafür getan. Dies sei insbesondere problematisch, weil viele Kleinbauern dabei seien, ihre Grundstücke wegen ihrer Schulden zu verlieren, sagte Alonso Osorio von Dignidad Agraria.

Weiterlesen: Kolumbien: Kleinbauern kündigen Streik an

Kuba ist ein Volk von Lesern. Foto: Escambray / CubadebateDie Kubanische Nationalbibliothek »José Martí« wird in den kommenden Jahren ihren gesamten Katalog, der sechs Millionen Bände umfasst, digitalisieren. »Die kubanische Bibliothek von heute muss sich auf dem hohen technologischen, wissenschaftlichen und konzeptionellen Niveau des 21. Jahrhunderts befinden«, sagte der Leiter der Einrichtung, Dr. Eduardo Torres, auf der XIII. landesweiten Informatikkonferenz, die bis zum 18. April in Havanna stattfand. Dort diskutierten zahlreiche internationale Gäste und kubanische Experten über die Entwicklung und Nutzung der Informationstechnologie in dem Land, wobei auch die Digitalisierung des Buchbestandes zur Sprache kam.

 

In den letzten Jahren gab es gravierende Probleme bei der Verwaltung von Kubas wichtigster Bibliothek. Zahlreiche Diebstähle und illegale Weiterverkäufe haben den Bestand der Einrichtung in den letzten zwanzig Jahren empfindlich deziminiert. Seit der Verabschiedung eines Bibliothekengesetzes im Jahr 2010 und mit Hilfe ausländischer Experten anderer Bibliotheken gelang es jedoch, die Organisation und Kontrolle zu verbessern. 2008 wurde eine vollständige Inventur durchgeführt, nun ist man bereit den Bestand zu digitalisieren.

Alle Inhalte stehen dann kostenlos auf einer neuen Website zu Verfügung, die noch bis zum Ende des Jahres online gehen soll. Man rechnet damit, dass dieser Prozess bis 2018 abgeschlossen sein wird. Zeitgleich erfolgt die Errichtung eines landesweiten Bibliothekensystems, so dass auch Nutzer aus kleineren Städten per Fernleihe Zugang zu den großen Bibliobliotheken des Landes erhalten. »Es geht darum zu überlegen, welche Art von Bibliothek wir in Zukunft möchten, erstreben und benötigen«, sagte Torres.

Quelle: Cuba heute / RedGlobe

Homepage der Nationalbibliothek Kubas »José Martí«: www.bnjm.cu

 

(Quelle: http://www.redglobe.de/lateinamerika/kuba/9672-kuba-stellt-sechs-millionen-buecher-online)