Die Kommunistische Initiative ist 2008 mit dem Ziel gegründet worden, die Einheit unter den Kommunisten auf marxistisch-eninistischer Basis zu schaffen. 2015 wandten sich die KI und die VKP mit ihrer „Eisenacher Erklärung“ an die Kommunisten Deutschlands, um über die Einheit zu sprechen und sich gemeinsam 2016 zu treffen.

 

Warum ist die Einheit so wichtig, und warum ist Klarheit in dieser Vereinigung so wichtig? Ganz einfach: Die organisatorische Einheit ist wichtig, da der Klassenfeind von unserer Uneinigkeit profitiert. Denn wenn es drei, fünf, acht oder gar noch mehr sich als kommunistisch verstehende Parteien gibt, die sich untereinander bekämpfen, dann profitiert letztlich nur der imperialistische Staat.

 

Und ideologische Klarheit ist so wichtig, weil die organisatorische Einheit im politischen Kampf allein nicht ausreicht. Denn um etwas erreichen zu können, muss man sich darüber einig sein, was man will. Doch ist die organisatorisch einheitliche Partei in viele Fraktionen zerstritten, lähmt sie das und führt zur Handlungsunfähigkeit.

 

Wir wissen, dass jene Zersplitterung eingesetzt hat mit dem 20. Parteitag, an dem Revisionisten die Führung in der KPDSU ergriffen haben. Auch wenn sie innerhalb der Partei auf viel Widerstand gestoßen sind, konnten sie sich letzten Endes durchsetzen

 

Zwei bedeutsame Faktoren stehen der Einigung entgegen: zum einen der rechte Revisionismus, der sich z.B. durch „Marktsozialismus“, durch die Illusion eines parlamentarischen Weges zum Sozialismus oder durch „Ultraimperialismus“ etc. ausdrückt. Zum zweiten ist der linke Revisionismus mit seiner Sozialimperialismus-Theorie, der sog. „Drei-Welten-Theorie“ und der weitgehenden Ablehnung von Reformen zu nennen. Charakteristisch für linke Revisionisten ist auch die Ablehnung des antiimperialistischen Kampfes. Ein Beispiel ist ihre Haltung zum Kampf Syriens: Sie unterstützen nicht die Unabhängigkeit Syriens, sondern fordern vielmehr die Revolution gegen das national-demokratische Syrien mit ultralinken Parolen. Derartiges lehnen wir ab.

 

Einheit bedeutet für uns immer auch Klarheit. Mit diesem Ziel hat sich die KI 2008 gegründet, und hinter diesem Kurs steht sie noch immer. Wir würdigen und verteidigen die unvergesslichen Erfolge, die der Sozialismus der Menschheit gebracht hat. Der Marxismus-Leninismus ist hierbei unser Kompass, nach dem wir uns richten. Wir stehen hinter Lenins Imperialismustheorie und Parteitheorie. Wir stehen zur Notwendigkeit der revolutionären Zerschlagung des bürgerlichen Staates und der Diktatur des Proletariats.

Antikommunistische Auslegungen unserer Geschichte, die die ruhmreiche Sowjetunion unter Lenin und Stalin sowie unsere DDR verunglimpfen, bekämpfen wir ebenso wie Theorien des Sozialimperialismus.

 

Wir laden kommunistische Organisationen, die sich mit uns einigen wollen, dazu ein, mit uns zu reden. Deshalb streben wir für 2016 ein Treffen kommunistischer Kräfte an. Dort gilt es über Gemeinsamkeiten und Trennendes zu diskutieren. Dabei wollen wir niemandem die Tür zuschlagen, doch klar sein muss auch:

Eine prinzipienlose Einheit wird es mit uns nicht geben!