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BREMERHAVEN/GARLSTEDT/BERGEN
(Eigener Bericht) - Mit logistischer Unterstützung der Bundeswehr sind die ersten Soldaten einer vollständigen US-Brigade am gestrigen Donnerstag in Polen eingetroffen. Die Third Armored Brigade wird sich mit über 4.000 Soldaten sowie mehr als 2.000 Panzern, Haubitzen und Militärtransportern in Polen sammeln, um anschließend in sechs östlichen EU-Staaten von Estland bis Bulgarien Kriegsübungen durchzuführen - in größtmöglicher Nähe zu Russland. Im Rahmen der "Operation Atlantic Resolve" zur Verlegung der Truppen stellt die Bundeswehr umfangreiche logistische Hilfsleistungen bereit und geleitet die US-Truppen von Bremerhaven durch insgesamt fünf Bundesländer an ihr Ziel. Deutschland, im Kalten Krieg "Frontstaat", sei mit der Ausdehnung seines Einflussbereichs in Richtung Osten jetzt zur "Transitzone" für militärische Aufmärsche geworden, heißt es bei der Bundeswehr: Man müsse die Bevölkerung daran gewöhnen und "Vertrauen aufbauen", zumal Großverlegungen wie etwa die "Operation Atlantic Resolve" in Zukunft regelmäßig stattfänden. Die Unterstützung für die US-Truppenverlegung entspricht deutschen Interessen: Russland ist dem Bestreben Berlins, seine Hegemonialsphäre auszudehnen, jüngst zweimal erfolgreich entgegengetreten - in der Ukraine und in Syrien.
 
Atlantische Entschlossenheit

Weiterlesen: Vom Frontstaat zur Transitzone 13.01

slawa-welikomu-oktjabrjuEs ist heute sehr interessant zu lesen, was tatsächlich im Jahre 1917 geschah. Dieser Bericht wurde in einer Zeit geschrieben, als der Virus der Konterrevolution noch nicht in der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zum Ausbruch gekommen war. Sachlich und detailliert schildern die Autoren die Fortschritte und Erfahrungen, die die Bolschewiki im Verlaufe der Vorbereitungen zur Großen Sozialistischen Oktoberrevolution machen konnten. Sie verhehlen auch nicht, welche Niederlagen und Rückschläge die Partei Lenins und Stalins in dieser Zeit einstecken mußten.  

Der Krieg und der wirtschaftliche Verfall, die den Werktätigen ungeheure Leiden auferlegten, verschärften die Unzufriedenheit der Volksmassen. Die revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse, deren Lage besonders unerträglich war, wuchs an. Gleichzeitig griff die Gärung auch unter den anderen Bevölkerungsschichten, im Hinterland und an der Front, im Innern des Landes und in den Randgebieten um sich. Immer breitere Volksmassen kamen zu der Schlußfolgerung, daß es nur einen Ausweg aus der entstandenen Lage, gab den Sturz der Selbstherrschaft. Die Grundlagen des zaristischen Regimes gerieten ins Wanken. In Rußland reifte eine neue Revolution heran.

1.Der erste Weltkrieg und die Situation in Rußland

Die Februarrevolution. Als erste erhoben sich die Arbeiter Petrograds gegen den Zarismus. Dem Aufruf der Bolschewiki folgend, organisierten sie im Februar 1917 den Generalstreik und gingen auf die Straßen der Hauptstadt, wobei sich ihnen breite Massen der Soldaten anschlossen. „Nieder mit dem Zaren!“, „Nieder mit dem Krieg!“, „Brot!“ stand auf den Bannern der Aufständischen.

Weiterlesen: Wie kam es eigentlich zur Oktoberrevolution 1917?

Liebe Genossen,
 
gerade in diesen Tagen zeigt der Kapitalismus wieder einmal seine wahre Fratze: Bei Temperaturen um ca. -20 Grad herum erfrieren europaweit dutzende Menschen. Wie so oft trifft es die Ärmsten, nämlich Obdachlose. Obdachlose: Allein in Berlin leben nach Angaben von „unbeachtet.org“ etwa 11.000 Menschen auf der Straße ( http://unbeachtet.org/zahlen-obdachlosigkeit-in-deutschland/), für die BRD benennt die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W) einen drastischen Anstieg der Wohnungslosigkeit: 2014 waren ca. 335.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung; seit 2012 war dies ein Anstieg um ca. 18 %. (http://www.bag-wohnungslosenhilfe.de/…/zahl_der_wohnungslo…/)
 
Doch europaweit erfrieren auch Leute in ihren Wohnungen, da sie arm sind: "Neben den zahlreichen erfrorenen Obdachlosen seien auch rund 30 Personen in ihren Häusern und Wohnungen an Kälte gestorben. Sie hätten sich wegen ihrer Armut keine Heizung mehr leisten können,...". (http://www.blick.ch/…/winterkaelte-in-ungarn-doppelt-so-vie…)
Hinzu kommen zu Zeiten der EU-Flüchtlingsabwehr auch Flüchtlinge, die über unzugängliches Gelände die Sicherungsanlagen und NATO-Stacheldraht-Verhaue umgehen wollen und einfach in irgendeinem Gebirge krepieren.
 
Die "Welt" benennt zwar die Toten, unterschlägt aber in ihrer Überschrift, dass es eben auch Personen mit festem Wohnsitz sind, die umkommen:
"Kältewelle in Europa - Obdachlose und Flüchtlinge sterben" (https://www.welt.de/…/Kaeltewelle-in-Europa-Obdachlose-und-…).
Und die "Tagesschau" schafft es gar, die selbst gemachten Informationen zu dieser Katastrophe in der eigenen Überschrift zu ihrem Artikel herunterzuspielen: "Eisige Temperaturen in Europa - Mehrere Kältetote und Glätte" (https://www.tagesschau.de/ausland/kaelte-115.html)
 
Netto sind es vermutlich bereits mehrere hunderte, die seit November ums Leben gekommen sind; zugegeben werden allein über 80 Personen in Ungarn und über 40 in Polen. Sie sind Opfer eines Systems, in dem diejenigen nicht zählen, die aus dem menschenverachtenden Irrsinn von Ausbeutung-Konsum-Anpassung herausgedrängt wurden. Vielmehr werden sie häufig - achten wir allein auf die Hartz-IV-Strafmaßnahmen - mit "Regelungen" bedacht, die in Gesetz gegossener Faschismus sind.
 
Nein, über die BRD finden sich bislang keine Angaben, aber gleichfalls gibt es Tote. Nur selten hebt sich der Schleier über der BRD-Realität. Doch offenbar geschieht das nur dann, wenn sich mit einer Tränendrüsen-Story daraus mal wieder Profit schlagen lässt: "Düsseldorfer Obdachlose Elli starb in Eiseskälte – und hinterlässt rührendes Tagebuch" (http://www.express.de/…/duesseldorfer-obdachlose-elli-starb…).

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