hasi11Es wird Zeit, daß sich die DKP (und andere linke Parteien) von diesem revisionistischen Gesindel trennt, die immer noch auf dem Standpunkt stehen, daß ein Chruschtschow und ein Gorbatschow die Leninschen Normen wiederherstellen und den Sozialismus aufbauen wollten. Als ob es nicht schon deutlich genug zu erkennen gewesen wäre, daß Gorbatschow den Sozialismus endgültig zerstört und die Sowjetunion und damit die gesamte sozialistische Staatengemeinschaft dem Kapitalismus zum Fraß vorgeworfen hat. Der XX.Parteitag 1956 und die Gorbatschowsche Perestrojka waren nichts anderes als reaktionäre und damit volksfeindliche Instrumente, die nur eines bewirkten: Zerstörung des bisher Erreichten, Vernichtung der bereits errichteten Grundlagen des Sozialismus, d.h. einer zukunftsträchtigen sozialistischen Gesellschaft, einer Gesellschaft frei von Kriegen, ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Und – damit sei noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt: Stalin hatte recht!

Und mit ihm natürlich Genosse Dr. Kurt Gossweiler, der immer wieder konsequent darauf hinweist, daß der Anti-Stalinismus die Ursache für den Niedergang des Sozialismus im Weltmaßstab war [1]. Es war ein absolut richtiger und notwendiger Schritt Lenins, als er  im Januar 1912 das liquidatorische Gesindel, die Menschewiki, aus der Partei vertrieb und die Reinheit und Einheit der Partei wiederherstellte.
(siehe:  Vertreibung der charakterlosen Scheißkerle und die Erneuerung der Partei)

In dieser Situation sollte es unsere vordringliche und wichtigste Aufgabe sein, den Klassencharakter des Systems aufzuzeigen, Klassenbewußtsein zu schaffen und die Arbeiterklasse zu organisieren.


Gegen die antimonopolistische Strategie

 

Von Erika Beltz, Laura Mulch, Tobias Salin, Michael Beltz, Gernot Linhart

Gießen, 8. Januar 2017

Quelle: Gegen die antimonopolistische Strategie

Die Vorstellung einer antimonopolistischen Strategie/Demokratie (AMS bzw. AMD) war von Anbeginn an bestimmte Bedingungen geknüpft. Im von Willi Gerns und Robert Steigerwald verfaßten Buch „Probleme der Strategie des antimonopolistischen Kampfes“ (Verlag Marxistische Blätter 1973) heißt es:

„In der gegenwärtigen Situation des weltweiten Klassenkampfes, die gekennzeichnet ist durch den Kampf der beiden Weltsysteme, der Befreiung der ehemaligen Kolonien, die Schwächung oder den Sturz der imperialistischen Herrschaft in einer Reihe von Ländern und durch die Entwicklung des staatsmonopolistischen Kapitalismus in den Hochburgen des Kapitals, gehen sie davon aus, dass sich eine neue Möglichkeit der Entwicklung zum Sozialismus herausgebildet hat: Die Errichtung einer antimonopolistischen Demokratie…“

Warum führt der Weg der Revisionisten in die Sackgasse?

Auch damals war die AMD nicht unumstritten, weil die konkrete Machtfrage diffus blieb und das Gewaltpotential der Herrschenden unterschätzt wurde. Zum Beispiel war damals schon bekannt, daß in den imperialistischen Zentren paramilitärische Geheimorganisationen der NATO, CIA etc. wie beispielsweise „Gladio“ bestehen, die im Falle der Gefährdung der Macht und Herrschaft des Kapitals eingreifen würden. Mittlerweile haben wir dafür sogar den Einsatz der Bundeswehr im Innern.

Heute existiert nicht nur keine einzige dieser im Buch genannten drei Bedingungen mehr, sondern – im Gegenteil – sind Arbeiterklasse und kommunistische Parteien so schwach wie noch nie. Der Klassenkampf findet von oben statt, während die arbeitenden Menschen in schweren Abwehrkämpfen ihre soziale Lage zu verteidigen suchen – weit entfernt von wirklichen Verbesserungen. In der BRD, 15 Jahre nach der Einführung von Hartz IV, findet nicht einmal das statt.

Was ist heute die wichtigste Aufgabe?

In dieser Situation sollte es unsere vordringliche und wichtigste Aufgabe sein, den Klassencharakter des Systems aufzuzeigen, Klassenbewusstsein zu schaffen und die Arbeiterklasse zu organisieren. Dazu brauchen wir ein bundesweit organisiertes Herangehen, was darauf ausgelegt ist, daß all unsere Mitglieder raus auf die Straßen, rein in die Betriebe und Wohngebiete, in Gewerkschaften und Schulen gehen und dort Kämpfe gemeinsam mit der Arbeiterklasse organisieren und führen. Dabei gilt es, Erfahrungen zu sammeln und daraus gemeinsam eine Analyse zu erarbeiten, aus der eine wirklich revolutionäre Strategie erwachsen kann.

Den Klassenfeind kann man nicht überzeugen!

Eine Diskussion über generelle Bündnisfähigkeit der Mittelschichten und nichtmonopolistischer Kapitalvertreter (die vereinzelt in Form einer taktischen Zusammenarbeit möglich sein können) steht dem diametral gegenüber, ist eindeutig kontraproduktiv, ignoriert die Kräfteverhältnisse, verbreitet Illusionen und schadet letztlich dem notwendigen Klassenkampf. Die in der AMS vorgesehene Schwerpunktsetzung auf irgendwelche Bündnisse von Oben, Stimmenfang bei nichtmonopolistischen Kapitalisten, nicht erreichbaren Übergangsforderungen, Verschweigen des notwendig revolutionären und gewaltsamen Bruchs… ist irreführend und nicht zuträglich die Arbeiterklasse zu organisieren.

Revisionisten sorgen stets für Verwirrung!

Begriffe wie „Übergangsforderungen“ sorgen für zusätzliche Verwirrung, indem sie einen nicht allzu fernen „Übergang“ suggerieren, wobei deren Einordnung in die Dialektik von Reform und Revolution unklar bleibt. Auch die wiederholte Beteuerung, wir Kommunisten suchten den „günstigsten Weg zum Sozialismus“ ist derzeit nicht nur vollkommen weltfremd, sondern setzt voraus, dass es mehrere Wege zum Sozialismus gäbe (auch „friedliche“?), unter denen man wählen könne. [2]

Die Bedeutung der marxistisch-leninistischen Bildung

Solche Debatten im luftleeren Raum sind nicht zielführend. Wir brauchen Diskussionen, die unsere Mitglieder qualifizieren. Fragen und Probleme, die die Arbeiterklasse beschäftigen, müssen marxistisch analysiert werden, um ihnen Antworten und Lösungen zu liefern und ihre Probleme auf die Eigentumsfrage/Systemfrage zu lenken entwickelt somit nicht nur Klassen- sondern auch revolutionäres Bewußtsein.

Fazit: Rauswurf der liquidatorische Scheißkerle!

Dazu benötigen wir einen Rahmen, in dem wir als Partei die gemachten Erfahrungen und das gewonnene Wissen zusammentragen und verallgemeinern können, um daraus eine revolutionäre Strategie zu entwickeln. Dieser Rahmen kann nicht zustande kommen, wenn es keine Parteidisziplin, kein einheitliches Handeln und keine gemeinsame Diskussion gibt. [3]

(Danke an Kommunisten-Online für den Hinweis! Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)


Anmerkungen:
[1] Und nicht nur symbolisch gesehen hat Kurt Gossweiler den Herrn Steigerwald, einen Erzreaktionär und Antikommunisten, überlebt. Steigerwald ist tot und Kurt Gossweiler lebt. Er hat bereits das 100. Lebensjahr erreicht. Scherzhaft gesagt, aber wahr! Herzliche Grüße an Genossen Dr. Kurt Gossweiler!
[2] Siehe:Die Renegaten und der Kommunismus
[3] Siehe: Antikommunisten…