Die ukrainische Regierung, die aus Oligarchen und Faschisten besteht, beschloss im April 2015 ein neues Gesetz über die „Verurteilung der kommunistischen und national-sozialistischen Regime und deren Symbolik“. Laut dieses Gesetzes kann jeder Bürger ein Hafturteil bekommen, nur weil er, z.B. mit Hammer und Sichel auf dem T-Shirt auf der Straße läuft oder die Hymne der Ukrainischen Sowjetischen Republik der UdSSR hört. Wahrscheinlich heißt das in der Ukraine „Freiheit“, dafür haben die kleinbürgerlichen Kräfte auf dem Maidan schließlich gekämpft.

Dieses Gesetz soll auch zur Umbenennung zahlreicher Straßen, Dörfer, Städte und anderer Objekte führen, deren Namen an „totalitäre sowjetische Regime“ erinnern und deswegen ab jetzt in der Ukraine unzulässig sind.

Nun wurde vom Institut der nationalen Erinnerung  http://www.memory.gov.ua/  eine Liste mit Namen erstellt.

http://www.memory.gov.ua/publication/spisok-osib-yaki-pidpadayut-pid-zakon-pro-dekomunizatsiyu

Selbstverständlich sind dort die Namen der berühmten Revolutionäre, Rotarmisten und Kommunisten genannt. Selbst, z.B. Vitaly Bonivur, Komsomol-Mitglied, der im Bürgerkrieg im Fernosten Russlands kämpfte und im Alter von 20 Jahren ermordet wurde, gilt hier als unerwünschte Person. Genauso verbrecherisch ist für die ukrainischen Faschisten der berühmte Arbeiter Alexey Stachanov, der den Grundstein der Stachanov-Bewegung in der Sowjet-Industrie legte indem er fleißig und innovativ arbeitete. Juri Gagarin ist wie durch ein Wunder nicht auf dieser Liste gelandet, dafür steht auf ihr aber Valentina Tereshkova, die als erste Frau in den Kosmos geflogen ist – nur weil sie eben eine sowjetische Frau war. Oder der berühmte sowjetische Kinderbuchautor Arkadii Gaidar.

Nicht weniger interessant sind auch die Namen internationaler Persönlichkeiten. Zum Beispiel Dolores Ibarruri, die spanische Antifaschistin – sie wird in der Ukraine nicht mehr geduldet. Auch deutsche Persönlichkeiten sind auf der Liste gelandet:

Karl Marx

Friedrich Engels

Da muss man nicht mehr viel zu sagen, nicht wahr? Selbst die BRD-Regierungen dulden diese Namen zumindest als Teil der Geschichte, nicht jedoch die ukrainischen Faschisten.

Weitere deutsche Persönlichkeiten auf der schwarzen Liste:

Wilhelm Pieck

Clara Zetkin

Rosa Luxemburg

Karl Liebknecht

Welche „Verbrechen“ in der Ukraine wurden von diesen Menschen begangen? Vielleicht, sind Luxemburg und Liebknecht mit ihrem konsequenten Antimilitarismus schuld? Daran, dass sie dem Krieg gegen das zaristische Russische Imperium (und auch die Ukraine) nicht zugestimmt haben?

Und noch einen Namen können wir in dieser Liste sehen:

Ernst Thälmann; wie dort steht – „Ein Aktivist der Kommunistischen Partei Deutschlands, Abgeordneter des 3. Kongress der Komintern“.

Aber gerade Ernst Thälmann wurde ein Opfer des Faschismus, des „National-Sozialismus“, der angeblich nach dem neuen Gesetz verurteilt werden soll. Es werden stattdessen die Opfer des Faschismus verurteilt. Thälmann wurde von den Faschisten ins KZ geworfen und später ermordet. Heute wollen die neuen Faschisten seinen Namen aus der Erinnerung der ukrainischen Arbeiter löschen.

Bei dieser Aktion geht es diesen USA-Marionetten in der Ukraine gar nicht primär um den Kampf gegen Russland, schon gar nicht um ihre „nationale Unabhängigkeit“. Es geht nicht einmal allein um die Schwarzmalerei der Sowjetunion – es geht um ganz gewöhnlichen Antikommunismus, Antikommunismus um jeden Preis. Diese „Liste“ mit unpassenden Namen für faschistische Verbrechen beweist es umso mehr.

Lustigerweise gibt es in der Liste keinen einzigen Namen der "national-sozialistischen" Verbrecher. Obwohl es gut bekannt ist, dass bereits viele Straßen, besonders im Westen der Ukraine, nach Stephan Bandera und seinen Anhängern benannt wurden. Dass diese Personen Faschisten oder „National-Sozialisten“ waren, dass sie mit dem Hitler-Regime zusammengearbeitet haben und dass sie selbst schreckliche blutige Verbrechen gegen die friedliche jüdische, polnische, ukrainische und russische Bevölkerung begangen haben – das scheint vollständig vergessen  zu sein.

So funktioniert das in der „neuen, freien“ Ukraine – die Geschichte umschreiben, die Opfer des Faschismus verurteilen, Faschisten verherrlichen!