USA

Dean Reed

Dean Reed (1938-1986)

In dem nachfolgenden Offenen Brief verurteilt der Kommunist Dean Reed aufs Schärfste die Lügen und Verleumdungen des vom westlichen Imperialismus finanzierten „Dissidenten“ Alexander Solzhenizyn. Der in den USA geborene Sänger und Schauspieler Dean Reed war in der Sowjetunion und in der DDR sehr beliebt. Zunächst studierte er an der Colorado-Universität Meteorologie, wandte sich aber dann gänzlich der Musik zu. Bei einer Tournee durch Südamerika, wo er sehr bald viel beliebter war als sein Landsmann Elvis Presley, lernte er auch die sozialen Ungerechtigkeiten in diesen Ländern kennen. Seine Begegnungen mit Che Guevara und mit der sowjetischen Kosmonautin Valentina Tereschkowa ließen ihn zum überzeugten Kommunisten werden. Wegen seiner politischen Aktivitäten wurde er in Argentinien verhaftet und 1966 ausgewiesen. Dean Reed siedelte danach in die Sowjetunion über und wurde auch dort bald zum Liebling des Publikums. Von 1973 an bis zu seinem Tode lebte und arbeitete Dean Reed als Sänger, Schauspieler und Regisseur in der DDR. 

Offener Brief von Dean Reed
an Alexander Solzhenizyn

Werter Künstler-Kollege Solzhenizyn!

Als amerikanischer Künstler muß ich auf einige Ihrer Anschuldigungen antworten, die von der kapitalistischen Presse in der ganzen Welt verbreitet werden. Nach meiner Meinung, sind es lügenhafte Anschuldigungen, und die Völker der Welt sollen wissen, warum sie verlogen sind.

Sie haben die Sowjetunion eine „zutiefst kranke Gesellschaft gebrandmarkt, die vom Haß und von Ungerechtigkeit betroffen ist“. Sie behaupten, daß die Sowjetische Regierung „ohne Feinde nicht leben könnte, und die ganze Atmosphäre vom Haß, und noch einmal vom Haß durchtränkt ist, der nicht einmal vor Rassenhaß haltmacht.“ Sie sollten das über meine Heimat sagen, aber nicht über die Ihre!

  • Gerade Amerika führt doch Kriege, und nicht die Sowjetunion, es schafft Spannungen durch mögliche Kriege, um der Wirtschaft und unseren Diktatoren, dem militärisch-industriellen Komplex, noch mehr Reichtüm und Macht zu verschaffen, durch das Blut des vietnamesischen Volkes, unserer eigenen amerikanischen Soldaten und aller freiheitsliebenden Völker der Welt! Die kranke Gesellschaft habe ich in meiner Heimat, und nicht Sie, Herr Solschenizyn!
  • Gerade Amerika, und nicht die Sowjetunion, hat sich in eine der brutalsten Gesellschaften verwandelt, die es in der Geschichte der Menschheit jemals gab. Amerika, wo die Mafia eine größere wirtschaftliche Macht besitzt, als die größten Gesellschaften, und wo unsere Bürger in der Nacht nicht auf die Straße gehen können, ohne die Angst, einem verbrecherischen Angriff zum Opfer zu fallen.
  • Gerade in den USA, und nicht in der Sowjetunion, wurden doch in den 70 Jahren nach 1900 mehr Menschen umgebracht, als die Zahl aller amerikanischen Soldaten betrug, die in den Kämpfen im ersten und zweiten Weltkrieg, sowie in Korea und in Vietnam, ums Leben kamen!
  • Gerade unsere Gesellschaft hält es für bequem, jeden beliebigen, progressiven Führer umzubringen, der den Mut aufbringt, seine Stimme gegen einige unserer Ungerechtigkeiten zu erheben. Das ist es, was man unter einer kranken Gesellschaft versteht, Herr Solschenizyn!

Desweiteren sprechen Sie über Rassenhaß! In Amerika, und nicht in der Sowjetunion, bleiben die Morde an Negern, die in halber Sklaverei gehalten werden, zwei Jahrhunderte lang unbestraft. In Amerika, und nicht in der Sowjetunion, verhaftet und verprügelt die Polizei ohne Untersuchung jeden beliebigen Neger, der versucht, sich für seine Rechte einzusetzen. Dann behaupten Sie, „Meinungsfreiheit“, die ehrliche und völlige Meinungsfreiheit sei „die erste Bedingung für die Gesundheit einer Gesellschaft, so auch für unsere“.

Eine gesunde Gesellschaft?

Versuchen Sie doch mal, diese Gedanken unter den leidenden Völkern zu verbreiten, die gezwungen sind, um ihre Existenz zu kämpfen, und die wider Willen unter dem Joch diktatorischer Regimes leben, welche sich nur dank der Militärhilfe der USA an der Macht halten. Erzählen Sie ihre Gedanken doch den Menschen, deren „Gesundheit“ nur darin besteht, daß die Hälfte ihrer Kinder schon bei der Geburt stirbt, da sie kein Geld für einen Arzt haben, und die aus Mangel an ärztlicher Betreuung ihr ganzes Leben lang Leid erdulden müssen. Reden Sie darüber doch mal mit den Menschen der kapitalistischen Welt, deren „Gesundheit“ darin besteht, daß sie das ganze Leben in ständiger Angst vor Arbeitslosigkeit verbringen.

Sagen Sie das mal den amerikanischen Negern, wie viel Sie denen mit ihrer „Gesundheit“ und „Meinungsfreiheit“ bei ihren berechtigten Kämpfen um die Gleichberechtigung mit den Weißen tatsächlich geholfen haben, wenn man nach zwei Jahrhunderten amerikanischer „Meinungsfreiheit“ in vielen Regionen der USA immer noch meint, einen Neger zu töten sei nichts anderes, als einen Bären zu erschießen!

Meinungsfreiheit?

Erzählen Sie den Werkätigen in der kapitalistischen Welt doch mal über Ihre Ideen von der „Meinungsfreiheit als erste Bedingung der Gesundheit“, wenn wegen Geldmangels ihre Söhne und Töchter keine Möglichkeiten haben, ihre geistigen Fähigkeiten in einer Schule zu entwickeln, die es deshalb nicht einmal schaffen, lesen zu lernen! Sie reden hier über Meinungsfreiheit, während ein großer Teil der Bevölkerung der Erde noch nicht einmal über die Möglichkeit verfügt, diese Worte überhaupt zu lesen!

Nein, Herr Solschenizyn, Ihre Erklärungen über Meinungsfreiheit als erste Bedingung für Gesundheit ist falsch. Die erste Bedingung besteht darin, ein Land ausreichend moralisch, physisch und geistig gesund zu machen, damit seine Bürger lesen, schreiben, arbeiten und in Frieden leben können. Nein, Herr Solschenizyn, ich werde Ihre erste Bedingung für Gesundheit der Gesellschaft nicht akzeptieren, insbesondere Ihre Erklärungen und ihren Kontext.

Mein Land, das für seine angebliche „Meinungsfreiheit“ bekannt ist, ist ein Land, wo die Polizei die Teilnehmer friedlichen Demonstrationen überfällt. In meinem Land sind friedliche Demonstrationen erlaubt, und während der verbrecherische Krieg gegen das vietnamesische Volkes fortgesetzt wird, verändert sich durch die Demonstrationen die Politik der Regierung nicht im geringsten. Glauben Sie wirklich, daß der militärisch-industrielle Komplex, der mein Land und die Ganovenwelt lenkt, sich durch „Meinungsfreiheit“ irgendwie beeindrucken läßt?! Die Herrschenden lassen sie zu, weil sie, und nur sie über die Macht verfügen, Entscheidungen zu treffen. Tatsächlich besteht die Meinungsfreiheit nur in Worten, nicht aber in Wirklichkeit!

Sie erklären auch, daß die Sowjetunion nicht mit dem 20. Jahrhundert Schritt hält. Wenn das auch stimmt, so deshalb, weil die Sowjetunion immer mit einem halben Schritt im 20. Jahrhunderte vorausgeht! Warum schlagen Sie Ihrem Volk dann nicht vor, auf die führende Rolle und Avantgarde aller progressiven Völker der Welt zu verzichten und zu den unmenschlichen und grausamen Bedingungen zurückzukehren wie im übrigen Teil der Welt, wo Ungerechtigkeit und fast feudalistische Bedingungen vorherrschen?

Ein „leidgeprüfter Schriftsteller aus der Sowjetunion“?

Herr Solschenizyn, in Ihrem Artikel behaupten Sie, daß Sie „ein leidgeprüfter Schriftsteller aus der Sowjetunion“ seien. Offenbar heißt das, daß Sie an einem Mangel an moralischen und gesellschaftlichen Prinzipien leiden, und daß leisen, nächtlichen Stunden Ihr Gewissen Sie plagt, wenn Sie mit sich allein sind.

Es ist richtig, daß es in der Sowjetunion Ungerechtigkeit und Mängel gibt, doch alles in der Welt ist relativ. Prinzipiell und tatsächlich strebt Ihre Gesellschaft nach einer gesunden und gerechten Gesellschaft. Die Prinzipien, auf denen Ihre Gesellschaft aufgebaut ist, sind gesund, sauber und gerecht, während die Prinzipien auf denen unsere Gesellschaft beruht, grausam, eigennützig und ungerecht sind.

Es ist offenbar, daß im Leben Fehler und einige Ungerechtigkeit sein können, eines ist jedoch gewiß, daß eine Gesellschaft, die gerechten Grundsätzen beruht, bessere Perspektiven hat, zu einer gerechten Gesellschaft zu werden, als jene Gesellschaft, die auf Ungerechtigkeit und der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beruht. Die Gesellschaft und die Regierung meines Landes sind weit hinter der Zeit zurückgeblieben, weil ihr einziges Ziel aus dem Bestreben besteht, in der ganzen Welt ihren Stempel aufzudrücken. Es ist gerade Ihr Land, das im Namen der Menschheit progressive Schritte unternimmt, und wenn etwas noch unvollkommen ist und man ab und zu stolpert, so dürfen wir nicht das ganze System für diese Unzulänglichkeiten tadeln, und müssen seinen Mut und sein Bestreben begrüssen, neue Wege zu beschreiten.

Mit besten Grüßen,
Dean Reed

Quelle: „Ogonjok“ № 5 (2274), 1971 / “Literaturnaja Gazeta” № 5, 1971
(Übersetzung: N.N./Zwischenüberschriften eingefügt)

 

(Quelle: https://sascha313.wordpress.com/2015/06/08/historisches-offener-brief-von-dean-reed-an-a-solzhenizyn/)

Die Situation in der Levante hat sich mit der Unterbrechung der alten „Seidenstraße“, der Passage vom Iran ans Mittelmeer, durch das Islamische Emirat wesentlich verschärft. Es gibt nur zwei Durchfahrtmöglichkeiten: entweder über Deir ez-Zor und Aleppo oder über Palmyra und Damaskus. Der erste Weg wurde Anfang 2013 abgeschnitten, der zweite gerade soeben. Der Fall von Palmyra wird also beträchtliche Folgen für das gesamte regionale Gleichgewicht haben.

| Damaskus (Syrien)
 
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Dieser Tage widmet die westliche Presse ihre Titelseiten Syrien, was seit zwei Jahren, seit der Chemiewaffenaffäre von Ghuta und dem Nato-Interventionsplan nicht mehr vorgekommen ist. Die Journalisten sind beunruhigt über den Vormarsch des Islamischen Emirats und über die mögliche Zerstörung der antiken Stadt Palmyra.

Nur Wenige allerdings kennen die Geschichte der Königin Zenobia, die im III. Jahrhundert die Schwäche des Römischen Reichs, von dem die Gallier sich schon befreit hatten, nutzte um ihren eigenen Sohn zum Kaiser auszurufen und sich selbst zur Regentin. Sie befreite nicht nur Syrien, sondern auch die Völker Ägyptens, Palästinas, Jordaniens, des Libanon, des Irak, eines Teils der Türkei und sogar des heutigen Iran. Ihre Hauptstadt Palmyra war eine Stadt von großem Raffinement, offen für alle Religionen – eine prächtige Etappe der Seidenstraße, die von China bis ans Mittelmeer führte. Allerdings gelang es dem General Aurelian, nach der Durchführung eines Staatsstreich in Rom die Einheit des Reiches wiederherzustellen, indem er zuerst die Kaiserin Zenobia und dann das Gallische Reich besiegte. Er setzte der Freiheit der Religion ein Ende, zwang den Kult des Sol Invictus („Unbesiegter Sonnengott“) auf und ernannte sich selbst zum Gott. Diese zauberhafte Geschichte macht Palmyra zum Symbol für den Widerstand der Levante gegen den westlichen Imperialismus jener Zeit.

Weiterlesen: Der Fall von Palmyra kippt das geopolitische Gleichgewicht in der Levante

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International gelten als unbedingte moralische Instanzen. Ein Irrtum, wie beispielhaft das Vorgehen der Menschenrechtsorganisation im Falle von Venezuela zeigt.

Quelle: AI
Quelle: AI

Berichte von Amnesty International (AI) zeichnet von Venezuela das Bild einer klassischen Diktatur: Die Rede ist von gefolterten friedlichen Demonstranten, von politisch verfolgten Oppositionspolitikern, von der Straffreiheit für polizeiliche Einsatzkräfte, von einem gewalttätigen Regime gegen eine friedliche Opposition, die Rede ist von Paramilitärs. AI befragte ausschließlich Quellen der zivilgesellschaftlichen Organisationen der Opposition. Zwölf venezolanische Menschenrechtsorganisationen tragen den Bericht mit, eine von ihnen gemäßigt rechts, die anderen elf virulent antichavistisch. Diese politische Auswahl wird an keinem Punkt transparent dargestellt. Die Darstellungen der Behörden oder des Regierungslagers werden kurz gestreift bzw. in halben oder ganzen Sätzen zitiert, wobei auf konkrete Beschuldigungen nie eingegangen wird. Die Sichtweise der oppositionellen Gruppen wird hingegen ausführlich zitiert und als Wirklichkeit “dokumentiert” – ein Ausdruck, der wiederholt für dieses Prozedere angewandt wird.

Weiterlesen: Humanitär verbrämter Regime-Change? Die manipulative Rolle von Amnesty International

86099In den bürgerlichen Massenmedien geistert wiederholt die Lüge von der Befreiung Europas durch die USA (gemeint ist: die  Invasion der Westalliierten in Nordfrankreich am 6. Juni 1944) herum, wo behauptet wird, die USA sei zudem auch der „Befreier“ Deutschlands vom „Nationalsozialismus“ gewesen usw. usf. – die Feder sträubt sich, dies zu schreiben. So hat man schon versucht, die Befreiung des faschistischen Konzentrationslagers Auschwitz durch die Sowjetarmee umzulügen in eine Befreiung „durch die Ukraine“, und so versucht man nun im Hinblick auf den Tag des Sieges der Sowjetunion über den deutschen Faschismus die Rolle des UdSSR kleinzureden bzw. ganz und gar auszublenden, damit sich schließlich die USA als „Sieger der Geschichte” feiern können. Es ist eine Farce! Und es ist dümmlich und primitiv zugleich. Lassen sich doch damit die zunehmenden Niederlagen des USA-Imperialismus auf nunmehr fast allen Gebieten weder wegleugnen noch beseitigen.


Was hat es mit der Zerschlagung des deutschen Faschismus auf sich? Was war die sogenannte Zweiten Front? Wer waren die Sieger, und wer waren die Besiegten des Zweiten Weltkriegs?

Was verstehen wir unter der „zweiten Front“?

Bezeichnung für die von der Sowjctunion und den demokratisch-antifaschistischen Kräften in der ganzen Welt während des zweiten Weltkrieges geforderte Eröffnung von entscheidenden Kampfhandlungen der angloamerikanischen Streitkräfte gegen die faschistischen Aggressoren in Europa. Seit dem Überfall des faschistischen deutschen Imperialismus auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 war die sowjetisch-deutsche Front die Hauptfront des Krieges. An dieser Front kämpften ständig etwa zwei Drittel des deutschen Heeres, das hier seine entscheidenden Niederlagen erlitt.
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Die von den westlichen Alliierten für das Jahr 1942 zugesagte Eröffnung einer zweite Front wurde immer wieder hinausgeschoben. Die tiefste Ursache dafür war die Hoffnung reaktionärer anglo-amerikanischer Kreise, daß sich die Sowjetunion und Deutschland gegenseitig gründlich schwächen würden. Die Kämpfe der westlichen Alliierten in Nordafrika, ihre Landung auf Sizilien (10. Juli 1943) und in Italien (Anfang Sept. 1943) sowie ihre Luftoffensive gegen deutsche Städte besaßen keine kriegsentscheidende Bedeutung. Sie banden nur eine relativ geringe Anzahl deutscher Kräfte (in Nordafrika maximal 6 deutsche, in Italien maximal 16 deutsche Divisionen) und besaßen darnit nicht die Bedeutung einer zweiten Front, die erst am 6. Juni 1944 mit der Invasion der westlichen Alliierten in Nordfrankreich (Operation Overlord) eröffnet wurde. Damit wurde die zweite Front zu einem Zeitpunkt eröffnet, als die Sowjetunion die Hauptkräfte des faschistischen Blocks bereits zerschlagen hatte und als die Sowjetarmee im Verlauf ihrer Operationen im Sommer 1944 an den Grenzen Hitlerdeutschlands stand. Die zweite Front beschleunigte die Niederlage des faschistischen deutschen Imperialismus.

Quelle:
Sachwörterbuch der Geschichte, Dietz Verlag Berlin (2 Bde.), 1970, Bd.2, S.875.


DIE BEFREIUNG DER VÖLKER EUROPAS DURCH DIE SOWJETUNION

Die Sowjettruppen konnten sich nicht auf die Vertreibung der feindlichen Truppen aus der Sowjetheimat beschränken. Die Hitlerarmee glich einer verwundeten Bestie, die sich gezwungen sah, in ihre Höhle – nach Deutschland – zurückzukriechen, um ihre Wunden zu heilen. Doch eine verwundete Bestie hört nicht auf, eine gefährliche Bestie zu sein.
Genosse Stalin schrieb in seinem Befehl vom 1. Mai 1944:

„Um unser Land und die mit uns verbündeten Länder vor der Gefahr der Versklavung zu retten, muß man der verwundeten deutschen Bestie auf der Spur folgen und ihr in ihrer eigenen Höhle den Todesstoß versetzen. Bei der Verfolgung des Feindes müssen wir unsere Brüder vom deutschen Joch befreien, die Polen und Tschechoslowakeu sowie die anderen mit uns verbündeten Völker Westeuropas, die sich unter der Ferse Hitlerdeutschlands befinden.“ (J.Stalin: Über den großen Vaterländsichen Krieg der Sowjetunion, Berlin, 1952, S.167.

Die Schläge der Sowjetarmee gegen die faschistischen deutschen Truppen erschütterten die von den Hitlerfaschisten in den Ländern Europas errichtete blutige „Neuordnung“ und führten dazu, daß der faschistische Block zu zerbröckeln begann. Als erstes Land fiel Italien aus dem Hitlerschen Kriegswagen heraus. Die faschistische Diktatur Mussolinis wurde gestürzt, und Italien schied aus dem Kriege aus. Als die Spießgesellen Hitlers in den Krieg eintraten, glaubten sie – so sagte Genosse Stalin –, daß es an ihnen sein wird, den Kuchen und das Bratgeflügel unter sich zu teilen. Nun war es klar, daß Deutschland und seine Verbündeten nicht den Kuchen und das Bratgeflügel bekommen, sondern daß ihnen nichts anderes übrig bleibt, als die Hiebe und die Prügel unter sich aufzuteilen. (ebd. S.140)

Die Sowjetunion befreite Rumänien, Bulgarien und Finnland

Im Sommer 1944 legten Rumänien, Bulgarien und Finnland unter den Schlägen der Sowjettruppen die Waffen nieder. Auf dem Territorium Ungarns, des letzten Verbündeten Deutschlands, errangen die Sowjettruppen eine Reihe entscheidender Siege; Ende 1944 hatten sie den größten Teil Ungarns von den deutschen Truppen gesäubert.

Die Sowjetunion befreite Jugoslawien und den Balkan

Während die Sowjetarmee Hitlerdeutschland und seinen Verbündeten vernichtende Schläge erteilte, streckte sie den Völkern Europas ihre helfende Bruderhand entgegen. Die Sowjettruppen erreichten die Weichsel und befreiten Polen, dessen Volk fünf Jahre unter dem schweren Joch der Hitlerfaschisten gelitten hatte. Sowjetische Truppen überquerten die rumänisch-jugoslawische Grenze, brachten den faschistischen deutschen Divisionen eine vernichtende Niederlage bei, befreiten Belgrad und vertrieben die deutschen Okkupanten aus Jugoslawien.

Die Sowjetunion befreite die Tschechoslowakei und Skandinavien

Die Sowjetarmee schlug sich durch die tiefgestaffelten Verteidigungsstellungen des Gegners und die wegelosen waldbedeckten Bergrücken der Karpaten hindurch und betrat das Territorium der Tschechoslowakei. Sie säuberte den tschechoslowakischen Boden von den faschistischen Okkupanten. Im hohen Norden überschritten sowjetische Truppen, nachdem sie die Deutschen aus Nordfinnland vertrieben hatten, die norwegische Grenze und befreiten die Bevölkerung des nördlichen Norwegens.

Überall werden die Sowjetsoldaten als Befreier herzlich begrüßt

winniza2Die Völker Europas empfingen die Sowjettruppen als ihre Befreier, die das schwere faschistische Joch zerschlugen. Die vorstoßendeu sowjetischen Truppen wurden überall von einer mächtigen Befreiungsbewegung der Völker empfangen. Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion verschmolz mit dem Kampf der Völker Europas um ihre Freiheit und Unabhängigkeit.

Endlich nach über 3 Jahren: Die zweite Front…

Die USA und England hatten die Errichtung der zweiten Front in Europa bis zu diesem Zeitpunkt hinausgezögert. Als imperialistische Staaten waren sie nicht so sehr an der militärischen Niederschlagung Hitlerdeutschlands interessiert, sondern viel mehr an der Schwächung und Ausblutung der Sowjetunion. Sie führten nicht nur Krieg gegen die faschistische deutsche Macht, sondern bekämpften ebenso die demokratischen Kräfte, die nationalen Befreiungsbewegungen der von der faschistisehen Fremdherrschaft unterjochten Völker.

Die Angst der Westmächte um den völligen Sieg der Sowjetunion

Als es aber offensichtlich wurde, daß die Sowjetunion auch allein die Kraft besaß, den Feind vollständig zu zerschlagen, Deutschland zu besetzen und ganz Westeuropa einschließlich Frankreichs zu befreien, sahen sich die USA und England veranlaßt, endlich die zweite Front in Europa zu errichten. Erst jetzt, im Juni 1944, drei Jahre nach dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die UdSSR, landeten England und die USA ihre Truppen an der Küste Frankreichs und errichteten die zweite Front in Europa.

Die Zerschlagung Hitlerdeutschlands

Ende 1944 drangen die Sowjetkämpfer in Ostpreußen ein und vernichteten die dort stehenden faschistischen deutschen Truppen. Ostpreußen war die stärkste Bastion der deutschen Reaktion, von wo aus die deutschen Aggressoren jahrhundertelang ihre räuberischen Überfälle auf andere Länder unternommen hatten.

Ein letzter, wuchtiger Schlag gegen Nazideutschland

Im Januar und Februar 1945 trugen die Sowjettruppen eine machtvolle Offensive bis tief nach Deutschland hinein. Die Welt hatte einen Schlag von solcher Wucht noch nicht gesehen. Das Sowjetvolk hatte nicht umsonst opferwillig für die Unterstützung seiner Armee, der Armee seiner Heimat, gearbeitet; es hatte seine Armee mit allem versorgt, was für die vollständige Zerschmetterung des Feindes notwendig war.

Die Hitlerarmee konnte der wuchtigen und zielbewußten Offensive der Sowjettruppen. die von der sowjetischen Heeresführung geschickt gelenkt wurde, nicht standhalten. Gleichzeitig griffen die englischen und amerikanischen Truppen von Westen her an. Unterstützt durch den heldenmütigen Kampf der französischen Widerstandsbewegung säuberten sie Frankreich von den deutschen Okkupanten, überschritten den Rhein und marschierten dann in die westlichen Gebiete Deutschlands ein, in Richtung auf die Elbe. Die englisch-amerikanischen Truppen stießen auf ihrem Wege auf keinerlei ernsthaften Widerstand, da die überwiegende Masse der deutschen Truppen weiterhin an der sowjetisch-deutschen Front kämpfte.

jszjidreraljBei der Entfaltung ihres Angriffs erreichten die Sowjettruppen die Zufahrtsstraßen nach Berlin. Nun verblieb noch die Aufgabe, den letzten entscheidenden Schlag gegen den Feind zu führen, um das Hauptziel – die vollständige Zerschmetterung Hitlerdeutschlands – zu erreichen. Genosse Stalin rief die Sowjettruppen auf, die faschistische Bestie in ihrer eigenen Höhle zur Strecke zu bringen und über Berlin die Fahne des Sieges zu hissen. Dieser Aufruf inspirierte die Sowjetmenschen zu neuen Heldentaten der Arbeit und des Kampfes.

Die siegreiche Schlacht der Sowjetarmee in Berlin

Im April 1945 begann der letzte Sturm. Es begann die Schlacht um Berlin. Die Schlacht um Berlin zeigte der ganzen Welt, welch gigantische Macht der sozialistische Sowjetstaat besitzt. Die gesamte zaristische Armee verfügte im Jahre 1917 über weniger als 10.000 Geschütze. Die Sowjetarmee aber brachte allein in der Endschlacht um Berlin 41.000 Artilleriegeschütze und Minenwerfer ins Gefecht.  Am 2. Mai hißten sowjetische Truppen die Fahne des Sieges über Berlin. Sie wehte stolz auf dem Reichstagsgebäude.

Einige Tage später, am 8. Mai 1945, bekannte sich das von der Sowjetarmee auf die Knie gezwungene faschistische Deutschland als besiegt und kapitulierte vollständig, das heißt, es ergab sich bedingungslos. Am 9. Mai 1945 beging das ganze Sowjetvolk feierlich den Sieg über das faschistische Deutschland.

Quelle:
Lehrbuch für die politischen Grundschulen, Erster Teil. Wie haben die Arbeiter und Bauern der UdSSR die sozialistische Gesellschaft aufgebaut und gegen ihre Feinde verteidigt? Dietz Verlag Berlin, 1951, S.227-230.

 

(Quelle: https://sascha313.wordpress.com/2015/04/09/die-luge-von-der-verdienstvollen-befreiung-europas-durch-die-usa/)

König Salman von Saudi-Arabien hat ein Bündnis zusammengefügt, um den durch eine Revolution im Jemen verjagten früheren Präsidenten Hadi wieder einzusetzen Seit der Einnahme von Aden durch die Revolutionäre hat Saudi-Arabien mehr als 100.000 Mann und 100 Bomber mobilisiert, um das Land anzugreifen.

Das durch Saudi-Arabien geführte Militärbündnis umfasst gleichermaßen Bahrein, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Kuweit, Marokko, Katar und den Sudan (alle Monarchien und Mitglieder des Golf-Kooperationsrats plus Sudan, der von einem abweichenden Zweig der Muslimbrüder regiert wird). Das Bündnis wird politisch unterstützt durch Ägypten und Pakistan. Die Vereinigten Staaten liefern die Satellitenaufklärung.

Obwohl durch den Präsidenten Hadi verlangt, ist die Intervention durch Saudi-Arabien und seine Alliierten nach internationalem Recht illegal und stellt einen Überfall dar.

Die Intervention Saudi-Arabiens macht kaum Sinn, wenn sie nicht auf dem Boden fortgeführt wird. Eine Invasion ist nach der saudi-arabischen Niederlage von 2009 aber kaum vorstellbar.

Die Vereinigten Staaten hatten sich bislang abseits des Konflikts gehalten in der Erwartung, dass das Land sich wie gegen Ende des Kalten Krieges in zwei teilen würde. Symbolträchtig hatten sie ihre Botschaft geschlossen und ihre Spezialeinheiten abgezogen.

Die Houthis sind von sich aus schon weitgehend in der Mehrheit. Mit den Partisanen des früheren Präsidenten Saleh verbündet hatten sie keine Schwierigkeiten, das ganze Land unter Kontrolle zu bringen.

Die schiitischen Houthis und ihre sunnitischen Verbündeten berufen sich gemeinsam auf die Revolution des Imam Khomeini und ihr Sieg ist als ein solcher vom Iran begrüßt worden.

Präsident Hadi wird gleichzeitig von den Monarchien und von Al-Qaida unterstützt. Die anti-schiitischen Mega-Attentate durch den Islamischen Staat (Daesh) hat er indessen verurteilt.

Übersetzung
Sabine

 

(Quelle: http://www.voltairenet.org/article187169.html)